Stipendiaten

Neuer Heine-Stipendiat ist Jan Böttcher, 1973 in Lüneburg geboren, er lebt seit 1993 in Berlin. Er studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik in Berlin und Stockholm. 2003 erschien sein literarisches Debüt, die Erzählung „Lina oder: Das kalte Moor“. Böttcher war von 1998-2006 Texter, Sänger und Gitarrist der Band Herr Nilsson. Seine Bühnenauftritte sind oftmals Lesekonzerte gewesen. Mit einem Auszug aus dem Roman „Nachglühen“ gewann er 2007 den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Mit „Das Kaff“ (Aufbau Verlag) erschien 2018 sein fünfter Roman.

Heine-Stipendiaten 2021

01.05. bis 31.07.2021

Barbi Marković, geboren 1980 in Belgrad, studierte Germanistik in Belgrad und Wien. Sie war als Lektorin für den Belgrader Verlag Rende tätig. Seit 2009 lebt sie in Wien. 2011/12 war sie Stadtschreiberin in Graz. 2009 erregte ihr Thomas Bernhard-Remix-Roman „Ausgehen“ (Suhrkamp Verlag) viel Aufsehen. Es folgten Kurzgeschichten, Theaterstücke und Hörspiele. Ihr Roman „Superheldinnen“ (Residenz Verlag 2016) wurde mehrfach ausge­zeichnet und 2018 als Theaterstück im Volkstheater Wien aufgeführt.

01.09. bis 30.11.2021

Katharina Mevissen, 1991 geboren, ist bei Aachen aufgewachsen. An der Universität Bremen hat sie Kulturwissenschaft und transnationale Literatur­wissenschaft studiert und in Berlin eine Drehbuch-Ausbildung absolviert. 2019 erschien ihr Romandebüt „Ich kann dich hören“ im Verlag Klaus Wagenbach. Für das Romanmanuskript hatte sie 2016 das Bremer Autorenstipendium erhalten. Das Buch wurde mit dem Kranichsteiner Litera­turförderpreis ausgezeichnet. Mevissen lebt als freie Autorin in Berlin, zudem leitet sie die von ihr mitgegründete gebärdensprachliche Literaturinitiative „handverlesen“.

Heine-Stipendiaten 2020

Ronya Othmann, geboren 1993 in München, studiert am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Essays und arbeitet als Journalistin. Sie erhielt u.a. den MDR-Literaturpreis, den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, den Lyrik-Preis des Open Mike und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2018 war sie in der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok in der Autonomen Region Kurdistan, Irak, und schreibt für die taz gemeinsam mit Cemile Sahin die Kolumne „OrientExpress“ über Nahost-Politik. Im August 2020 ist ihr Debütroman „Die Sommer“ im Hanser Verlag erschienen.

Sandra Gugić, 1976 in Wien geboren, ist eine österreichische Autorin serbischer Herkunft. 2009 begann sie zu schreiben. Sie studierte an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2012 gewann sie den Open Mike. Ihr erster Roman “Astronauten” (C.H. Beck) erschien 2015 und wurde u. a. mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis ausgezeichnet. 2019 veröffentlichte sie ihr Lyrikdebüt “Protokolle der Gegenwart” im Verlagshaus Berlin. Im Herbst 2020 erscheint ihr zweiter Roman “Zorn und Stille” bei Hoffmann und Campe. Sandra Gugić lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin.

Philipp Schönthaler, 1976 in Stuttgart geboren, erhielt 2012 für sein Erzähldebüt „Nach oben ist das Leben offen“ den Clemens-Brentano-Preis. 2013 wurde er zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen. Sein Buch „Portrait des Managers als junger Autor“ wurde 2016 mit dem Preis des Stuttgarter Wirtschaftsclubs ausgezeichnet. Zuletzt erschienen 2017 der Erzählband „Vor Anbruch der Morgenröte“ und 2019 der Roman „Der Weg aller Wellen“ beim Verlag Matthes & Seitz.

Stipendiatin Sandra Gugić mit Kerstin Fischer beim Begrüßungs-Kaffee
Stipendiatin Sandra Gugić (2020) mit Kerstin Fischer beim Begrüßungs-Kaffee