Ehrengast im Heinrich-Heine-Haus
Seit 1994 benennt der Literarische Beirat des Literaturbüros jährlich eine bedeutende deutschsprachige Autorin oder einen Autor als “Ehrengast im Heinrich-Heine-Haus”. Ehrengäste werden für Ihr Lebenswerk geehrt und halten eine öffentliche Lesung. Die Auszeichnung wird von der Sparda-Bank gefördert.
Der Literarische Beirat hat Lutz Seiler als Ehrengast 2026 benannt.

(c) Jürgen Bauer / Suhrkamp Verlag
Lutz Seiler, geboren 1963, wuchs in Ostthüringen auf. Von 1993 bis 1998 war er Mitbegründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift moosbrand. Er schrieb zunächst vor allem Gedichte (fünf Gedichtsammlungen sind erschienen) und Essays, später auch Erzählungen und Romane. Seit 1997 leitet er das literarische Programm im Peter-Huchel-Haus bei Potsdam. Seiler lebt als freier Schriftsteller mit seiner Frau in Wilhelmshorst und Stockholm. Für die Erzählung Turksib wurde er 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für sein Romandebüt Kruso erhielt er 2014 den Deutschen Buchpreis. Der Roman wurde in 25 Sprachen übersetzt, mehrfach für das Theater adaptiert und von der UFA verfilmt. Sein zweiter Roman Stern 111 wurde 2020 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2023 erhielt Lutz Seiler den Georg-Büchner-Preis.
Liste der Ehrengäste
- Ursula Krechel (2025)
- Daniela Krien (2024)
- Terézia Mora (2023)
- Julia Franck (2022)
- Marion Poschmann (2021)
- Ingo Schulze (2020)
- Arno Geiger (2019)
- Felicitas Hoppe (2018)
- Michael Köhlmeier (2017)
- Navid Kermani (2016)
- Sigrid Damm (2015)
- Christoph Ransmayr (2014)
- Herta Müller (2013)
- Hans Joachim Schädlich (2012)
- Rüdiger Safranski (2011)
- Daniel Kehlmann (2010)
- Monika Maron (2009)
- Christoph Hein (2008)
- Uwe Timm (2007)
- Reiner Kunze (2006)
- Wilhelm Genazino (2005)
- Siegfried Lenz (2004)
- Dieter Wellershoff (2003)
- Elfriede Jelinek (2002)
- Volker Braun (2001)
- Sten Nadolny (2000)
- Gabriele Wohmann (1999)
- Peter Härtling (1998)
- Sarah Kirsch (1997)
- Martin Walser (1996)
- Christa Wolf (1995)
- Peter Rühmkorf (1994)

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