Die Eltern der Protagonistin lernen sich auf einer vietnamesischen Insel kennen. Als ein Angebot aus der DDR kommt, entschließt sich der Vater, dort für ein paar Jahre als sogenannter Vertragsarbeiter zu arbeiten. Jahre später folgen ihm seine Frau und seine Tochter nach Deutschland, wo sie auf Rassismus und Ablehnung stoßen. Immer mehr entlarvt sich das Ankommen als Fiktion, während sich ein Zurückgehen wie ein Scheitern anfühlen würde.
Thị Thanh Thảo Trần wurde 1986 in Vietnam geboren und lebt seit 1999 in Deutschland. Sie studierte Kulturwissenschaften sowie Vergleichende Literatur und Kunstwissenschaft. Ihre Kurzgeschichtensammlung „Wo ich herkomme“ stand 2022 auf der Shortlist des Young Storyteller Award.
