Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss. „… ein tief berührendes Buch, das aufrüttelt und zum Erinnern ermutigt.“ (Lola Fröbe / Elle Online)
Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, debütierte 2005 mit dem Erzählungsband „Büchsenlicht“. Im Suhrkamp Verlag erschienen von ihr die Romane „Das letzte Land“, „Staub“ und „Kazimira“. „Nelka“ war im Februar 2026 NDR Buch des Monats.
