Shida Bazyar und Selene Mariani

"Drei Kameradinnen" und "Ellis"

Reihe: aufbrüche – junge literatur 2022

Moderation: Alexandra Friedrich

Shida Bazyar, 1988 in Hermeskeil geboren, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. 2016 debütierte sie mit ihrem Roman „Nachts ist es leise in Teheran“, u.a. ausgezeichnet mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Uwe-Johnson-Förderpreis und in mehrere Sprachen übersetzt. 2021 folgte „Drei Kameradinnen“: Die drei jungen Frauen, Hani, Kasih und Saya, verbindet seit ihrer gemeinsamen Jugend in einer Hochhaussiedlung am Rande einer deutschen Kleinstadt eine tiefe Freundschaft. Nach Jahren treffen sie sich wieder, um ein paar Tage lang an die alten Zeiten anzuknüpfen. Doch egal, ob über den Dächern der Stadt oder bei einer Hausbesetzerparty, immer wird deutlich, dass sie nicht abschütteln können, was jetzt so oft ihren Alltag bestimmt: die Blicke, die Sprüche, Hass und rechter Terror. Ihre Freundschaft aber gibt ihnen Halt. Bis eine dramatische Nacht alles ins Wanken bringt.

Selene Mariani, geboren 1994, studierte ebenso in Hildesheim. 2021 erschien ihr Kurzprosaband „Miniaturen in Blau“ beim re:sonar Verlag und 2022 ihr Debütroman „Ellis“ beim Wallstein Verlag. In einer Kurzvorstellung im buchreport nennt sie Shida Bazyar als Autorin, von der sie sich inspiriert fühlt. „Ellis“ handelt von zwei Freundinnen, von Nähe und Distanz, von Deutschland und Italien. Was bedeutet es, sich weder in dem Land, in dem man lebt, zuhause zu fühlen, noch in dem Land, in dem man geboren wurde? Was hält Ellis und Grace zusammen?“. Selene Mariani verhandelt in ihrem Debütroman Fragen von Heimat und kultureller Identität in einer zarten, bildreichen Sprache.

Shida Bazyar
Shida Bazyar (c) Tabea Treichel
Selene Mariani
Selene Mariani (c) privat