Der Band „Schreiben nach KI“, herausgegeben von Hannes Bajohr und Ann Cotten, versammelt Texte von Autorinnen und Autoren, darunter Ulrike Draesner und Emma Braslavky, die den schreibmedialen Schwellenmoment reflektieren, an dem wir uns gerade befinden. Bei „Blöde Ziege“ von Emma Braslavsky handelt es sich um eine Versuchsdokumentation mit der App „Genie“, die auf ChatGPT basiert; gewissermaßen eine Kurzgeschichte über eine wahre Begebenheit, um den Realitätssinn von „Genie“ zu testen. Ulrike Draesner geht in ihrem klugen Text „KI und die Literatur“ der Frage nach, was in dem analog-digitalen Hybridfeld in der Literatur und mit ihr geschieht.
Ulrike Draesner, 1962 in München geboren, wurde für ihre Romane, Essays und Gedichte vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, den Georg Dehio-Buchpreis sowie den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk. Seit April 2018 ist sie Professorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.
Emma Braslavsky, 1971 in Erfurt geboren, ist als Dozentin, Kuratorin und Autorin tätig. Sie hat viel beachtete Romane, Erzählungen und Essays veröffentlicht. Bekannt wurde sie mit „Ich bin dein Mensch“, der literarischen Vorlage für den gleichnamigen Film von Maria Schrader. Zuletzt erschien 2023 ihr Roman „Erdling“.

