Ronya Othmann

"Vierundsiebzig"

Reihe: Was uns bewegt

Moderation: Tobias Lehmkuhl, Literaturkritiker und Autor

Ronya Othmann will in ihrem zweiten Roman eine Form finden für das Unaussprechliche, den Genozid an der êzîidischen Bevölkerung, den vierundsiebzigsten, verübt 2014 in Shingal von Kämpfern des IS. „Vierundsiebzig“ ist eine Reise zu den Tatorten dieses Genozids, in die Camps und an die Frontlinien, in die Wohnzimmer der Verwandten und weiter in ein Dorf in der Türkei, in dem heute niemand mehr lebt. Es geht darum, hinzusehen, zuzuhören, Zeugnis abzulegen, Bilder und Berichte mit der eigenen Geschichte zu verbinden, mit einem Leben als Journalistin und Autorin in Deutschland.

Ronya Othmann, 1993 in München geboren, schreibt Lyrik, Prosa und Essays und arbeitet als Journalistin. 2020 erschien ihr Debütroman „Die Sommer“, 2021 folgte der Gedichtband „die verbrechen“ Für ihr Schreiben wurde sie u.a. mit dem MDR-Literaturpreis, dem Orphil-Debütpreis und dem Horst Bingel-Preis ausgezeichnet. Ein Auszug aus „Vierundsiebzig“ wurde 2019 beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

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(c) Paula Winkler