In einem riesigen Geflügelschlachthof am Rand einer norddeutschen Kleinstadt kreuzen sich die Wege unterschiedlichster Menschen, darunter Sonja, alleinerziehende Mutter auf Jobsuche, und Nassim, geflüchteter Afghane mit Sehbehinderung. Als Nassim von einem Auto angefahren wird, bringt er es zu einiger Berühmtheit – und die Leute dazu, der eigenen Wahrheit ins Gesicht zu blicken. Wie viel Menschlichkeit bewahren wir uns angesichts immer größerer Herausforderungen? In ihrem neuen Roman führt Nava Ebrahimi in die deutsche Provinz und verhandelt die großen Fragen unserer Zeit.
Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln und arbeitete als Redakteurin bei der Financial Times Deutschland sowie der Kölner Stadtrevue. Sie erhielt 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Für „Sechzehn Wörter“ wurde sie mit dem Österreichischen Buchpreis, Kategorie Debüt, sowie dem Morgenstern-Preis ausgezeichnet. Seit 2025 ist sie regelmäßige Kolumnistin der Süddeutschen Zeitung. Nava Ebrahimi lebt in Graz.
