Während eines Filmabends entdeckt Maryam Aras ihren Vater auf der Kinoleinwand. Bei einer Protestveranstaltung gegen den Besuch des iranischen Schahs im Jahr 1967 in Berlin sitzt Aras Vater zwischen anderen Studierenden auf dem Boden. Für Maryam Aras ist es der Beginn einer Spurensuche – nach ihrer Kindheit in der iranischen Diaspora in Köln, nach der Gewissheit, dass ihr Vater nicht in den Iran reisen kann sowie nach der Geschichte seiner und ihrer Politisierung.
Maryam Aras ist Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und freie Autorin. Ihre Essays und Texte erscheinen unter anderem bei Die Presse, der Berliner Zeitung und Deutschlandfunk Kultur. Sie arbeitet als Übersetzerin und Literaturvermittlerin persischsprachiger Lyrik und Prosa. Wissenschaftlich beschäftigt sie sich v.a. mit Postkolonialität und Rezeptionsmustern im deutschsprachigen Feuilleton. Ihr literarischer Langessay „Dinosaurierkind“ wurde mehrfach ausgezeichnet.
