Kristin Höller lebt von Januar bis April als Heinrich-Heine-Stipendiatin in Lüneburg. Sie liest aus ihrem neuen Roman „Leute von früher“ zusammen mit der ehemaligen Stipendiatin Svenja Leiber, die ihren Roman „Nelka” vorstellt.
Marlene hat gerade ihr Studium beendet und fängt auf der Insel Strand im nordfriesischen Wattenmeer als Verkäuferin in einem Erlebnisdorf an. Bald lernt sie Janne kennen und fühlt sich ungewohnt stark zu ihr hingezogen. Je näher sie und Janne sich kommen, desto deutlicher spürt sie, dass Janne ein Geheimnis hat, das weit in die Vergangenheit der Insel reicht. Kristin Höller, geboren 1996, schreibt Hörspiele, Theaterstücke und Romane. Sie war Preisträgerin des Schweizer Literaturfestivals Literaare. 2020 erhielt sie das Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium für ihren Debütroman „Schöner als überall“.
Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit anderen Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss. Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, davon erzählt Svenja Leiber in ihrem neuen Roman. Svenja Leiber wurde 1975 in Hamburg geboren. Im Suhrkamp Verlag erschienen von ihr die Romane „Das letzte Land“, „Staub“ und „Kazimira“. „Nelka“ ist NDR Buch des Monats Februar.

