Heine-Tandem

Jan Böttcher und Elsa Koester lesen

Reihe: 30 Jahre Heinrich-Heine-Stipendium

Moderation: Martina Sulner

Berlin, 1928. Im Stadtschloss an der Psychologischen Fakultät widmet sich die hochbegabte Doktorandin Zenia gemeinsam mit ihrem Professor Zadek und der Kellnerin der Erforschung der Seele. In ihrem bahnbrechenden Rosen-Experiment untersucht sie Affekte wie Wut und Ärger und revolutioniert ihr Fach. Doch je tiefer Zenia forscht, desto stärker sind auch die Gefühle, die sie als Wissenschaftlerin und Jüdin auf sich zieht. Wohin mit der Liebe, wenn man gleichzeitig ausgegrenzt wird? Ein glänzender Roman, der eine flirrende Zeit spiegelt – ganz nah am Seelenzustand der Gegenwart. 1973 in Lüneburg geboren, war Jan Böttcher zunächst Songtexter und Sänger der Berliner Band „Herr Nilsson“. Seit 2003 hat er fünf Romane veröffentlicht. Mit „Nachglühen“ gewann er den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Es folgten u.a. die Romane „Das Kaff“ und „Am Anfang war der Krieg zuende“. Jan Böttcher lebt in Berlin.

Elsa Koester porträtiert in ihrem Debütroman drei charakterstarke Frauen, deren Schicksale von gesellschaftlichen Umbrüchen und Krisen gezeichnet sind. Die hinreißende Leichtigkeit, mit der sie die Perspektiven von drei Generationen verwebt, die gewinnende Eigenwilligkeit ihrer Figuren und der gesellschaftlich-scharfsichtige Blick der Autorin machen „Couscous mit Zimt“ zu einer mitreißenden Lektüre. Sie wird einen Auszug aus ihrem neuen Romanprojekt lesen. Elsa Koester, 1984 als Tochter einer Französin und eines Deutschen geboren, studierte Literatur- und Politikwissenschaft sowie Soziologie. Sie ist Autorin und Journalistin und arbeitet als politische Redakteurin bei der Wochenzeitung Der Freitag. Die neu entflammte Debatte über Identität und Heimat inspirierte sie zu „Couscous mit Zimt“.

Jan Böttcher
(c) Urban Zintel
Elsa Koeser
(c) Susanne Schleyer/autorenarchiv.de