Ulrike Herrmann

"Das Ende des Kapitalismus"

Reihe: Was uns bewegt

Moderation: Hannah Trittin-Ulbrich, Leuphana Universität

Demokratie und Wohlstand, ein längeres Leben, mehr Gleichberechtigung und Bildung: Der Kapitalismus hat viel Positives bewirkt. Zugleich ruiniert ungebremstes Wachstum jedoch Klima und Umwelt, sodass die Menschheit nun existenziell gefährdet ist. „Grünes Wachstum“ soll die Rettung sein, aber Wirtschaftsexpertin und Bestseller-Autorin Ulrike Herrmann hält in ihrem neuen Buch „Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden“ dagegen: Sie erklärt, warum wir stattdessen „grünes Schrumpfen“ brauchen. Die Industrieländer müssen eine Kreislaufwirtschaft anstreben, in der nur noch verbraucht wird, was sich recyceln lässt. Aber wie soll man sich dieses grüne Schrumpfen vorstellen? Das beste Modell dafür sieht Ulrike Herrmann in der britischen Kriegswirtschaft ab 1940.

Ulrike Herrmann ist seit 2000 Wirtschaftskorrespondentin der taz und Publizistin zu sozial- und wirtschaftspolitischen Themen. 2010 erschien ihr erstes Buch „Hurra, wir dürfen zahlen. Über den Selbstbetrug der Mittelschicht“, es folgten Bücher wie „Der Sieg des Kapitals“, „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“ und „Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen“. Sie wird häufig als Kommentatorin zu politischen Talkshows eingeladen.

(c) Andrew James Johnston