Daniela Dröscher

"Lügen über meine Mutter", nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022

Reihe: Ausgewählt

Moderation: NN

Der Roman erzählt von einer Kindheit im Hunsrück der 1980er, die immer stärker beherrscht wird von der fixen Idee des Vaters, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Und es ist eine Befragung des Geschehens aus der heutigen Perspektive: Was ist damals wirklich passiert? Was wurde verheimlicht, worüber wurde gelogen? Daniela Dröscher gelingt ein ebenso berührender wie kluger Roman über subtile Gewalt, aber auch über Verantwortung, Fürsorge und Selbstbestimmung.

Daniela Dröscher, 1977 geboren, schreibt Prosa, Essays und Theatertexte. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London sowie Szenisches Schreiben an der Universität Graz. Ihr Romandebüt „Die Lichter des George Psalmanazar“ erschien 2009, es folgten der Erzählband „Gloria“ und der Roman „Pola“ sowie das Memoir „Zeige deine Klasse. Die Geschichte meiner sozialen Herkunft“. Dröscher wurde u.a. mit dem Anna-Seghers-Preis und dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichnet.

Daniela Dröscher
(c) Carolin Saage